4 INVESTITIONEN, DIE SICH FÜR DEIN ZEITMANAGEMENT GARANTIERT LOHNEN!

home-office-438386_1280

Gastartikel von Claudia Kauscheder

Zeit investierst du höchstwahrscheinlich bereits sehr viel in dein Business. Das nehme ich zumindest an, denn das ist vordergründig das „billigste“ Gut, das du investieren kannst.

Allerdings kommst du irgendwann an den Punkt, an dem die Zeit entweder nicht mehr so billig – oder einfach nicht mehr verfügbar ist.

Ich sehe bei vielen Selbständigen, dass sie sich mit dieser Verknappung abfinden. Mehr geht halt einfach nicht.

Verständlich ist auch, vor allem wenn du am Anfang stehst, dass du keine Unsummen in die Hand nehmen möchtest oder kannst, um dein Business voranzubringen.

Doch da gibt es ein großes ABER.

Denn ohne Investment wirst du höchstwahrscheinlich am Stand treten. Nicht weiterkommen. Und damit beginnt ein Teufelskreis, der dich irgendwann frustriert und ausbrennt. Keine Investition – Kein Wachstum/keine Entwicklung – Kein Geld/keine Zeit für Investition – usw.

Zeit oder Geld?

Das ist die Gretchen-Frage im Zeitmanagement: Du kannst dich meistens zwischen den beiden entscheiden. Ich behaupte, dass du fast alles oder zumindest sehr vieles sehr günstig im Netz findest. Wenn du viele Stunden investierst, um das zu finden (und zu testen …), was du brauchst.

Wenn du nicht in den beschriebenen Teufelskreis kommen möchtest (oder vielleicht schon drinnen bist und ihn verlassen willst), wird es allerdings Zeit, dein Zeit-Investment zu überprüfen und etwas Geld in die Hand zu nehmen, um im Sinne eines guten Zeitmanagements daraus auszubrechen.

 

1. INVESTIERE IN DEIN EQUIPMENT

Würdest du einen Handbohrer verwenden, wenn du täglich 50 Löcher bohren müsstest?

Oder einen Handbesen wenn du 200 m2 Wohnfläche hast?

Nein, ganz sicher nicht. Denn das richtige Werkzeug erspart dir immens viel Zeit! Also investiere z.B. in einen zweiten Bildschirm für deinen Rechner. Oder in einen großen Bildschirm, den du an deinen Laptop anschließt, um nicht mit der ewigen Scrollerei Zeit zu verschwenden.

Zum Equipment zähle ich auch die eine oder andere Software. Ja, es gibt fast alles gratis. Oft kannst du auch mit drei gratis Tools ein kostenpflichtiges ersetzen. Das verbessert aber nicht unbedingt dein Zeitmanagement.

Teste Programme und Tools wenn du den Eindruck hast, sie könnten deine Effizienz steigern.

Nicht zu lang und nicht zu viele.

Und dann triff eine Entscheidung und investiere Geld um Zeit zu sparen und gute Qualität liefern zu können. Ich erlebe immer wieder, dass die Arbeit mit professionellen Tools auch einfach auch mehr Spaß an meiner Arbeit bringt.

Eine Art von Umweg-Rentabilität :-) und auch ProgrammiererInnen brauchen Wertschätzung in Form von harter Währung um für dich etwas zu entwickeln, das dir hilft.

Apropos scrollen: Arbeitest du auf deinem Laptop mit einer Maus? Wenn nicht, versuche es bitte – da steckt jede Menge Zeitersparnis drin!

 

2. INVESTIERE IN DEIN WISSEN

Es gibt kein besseres Investment!

  • Du möchtest ein Projekt starten und weißt nicht wie? Hol‘ dir professionelle Unterstützung!
  • Du hast schon 3 Bücher zu einem bestimmten Thema oder Projekt gelesen – und hast noch keinen einzigen Tipp daraus umgesetzt? Suche dir einen Online-Kurs oder erfahrenen Coach zu deinem „Schmerzthema“.
  • Du vernachlässigst die Vermarktung deiner kostenlosen Inhalte? Schau‘ dich nach Tools um, die dir einen effizienteren Workflow erlauben.
  • Du beginnst immer wieder zu überlegen, WIE du etwas tun sollst (das du bereits einmal erfolgreich erledigt hast)? Schreibe dir Anleitungen und Checklisten, nach denen du arbeiten kannst.
  • Du hast den Eindruck, du kämpfst im Home-Office gegen Zeit-Windmühlen? Da habe ich etwas für dich 😉 Im April startet zum letzten Mal vor dem Herbst mein Online-Training für effizientes Arbeiten im Home-Office

 

3. INVESTIERE IN DEIN NETZWERK

Beides.

Investiere Zeit und Geld in dein Netzwerk.

Ich erlebe gerade selbst, was es für mein Business bedeutet, in den letzten Jahren ein gutes, unterstützendes Netzwerk aufgebaut zu haben. Und nein, du musst jetzt nicht zum Netzwerktreffen-Junkie werden ;-). Dein Investment kann sich auch in Form von Aufmerksamkeit und Unterstützung ausdrücken.

Als Netzwerk bezeichne ich nicht nur KooperationspartnerInnen oder z.B. Mitglieder deines Erfolgsteams.

Auch deine Kunden, deine LeserInnen, deine Fans in den sozialen Netzwerken sind – es überrascht kaum – dein Netzwerk.

Ich bin immer wieder erstaunt wenn ich nachverfolge, wer mich ganz leise aus dem Hintergrund im Blick hat und zum passenden Zeitpunkt unterstützt. Es sind auch die Leisen und Ruhigen, die sich oft kaum zu erkennen geben, die genau so dafür sorgen, dass dein Business sich entwickelt.

Gehe also davon aus, dass wesentlich mehr Menschen deine Arbeit zu schätzen wissen, als durch Kommentare in der Öffentlichkeit ausgedrückt wird. Denke bei deiner Arbeit und deinem Investment auch an die Ruhigen.

Was das mit Zeitmanagement zu tun hat?

Nichts Offensichtliches auf den ersten Blick.

Wie viel Zeit du dir ersparst, wenn du z.B. eine Aktion zu promoten hast, wirst du merken, wenn du nicht lange überlegen musst, wie zum Kuckuck du jetzt an InteressentInnen kommst. Du kannst dann nämlich schnell und unkompliziert auf dein Netzwerk vertrauen.

Säe jetzt aus, um später zu ernten. Und du wirst ernten, das kann ich an dieser Stelle versprechen!

 

4. INVESTIERE IN DEINE SELBST-FÜHRUNG

Kürzlich habe ich diesen Ausdruck „Selbstführung“ zum ersten Mal in einem Podcast (übrigens sehr zu empfehlen: Maik Pfingsten) gehört.

Ist das nicht ein wunderbarer Ersatz für „Selbstdisziplin“? Das drückt doch unsere Anforderungen und Ansprüche als Selbständige viel besser aus!

Selbstdisziplin schmeckt gar nach Selbstgeißelung, Anstrengung – einfach gruselig, oder. Ich höre übrigens immer wieder, dass Selbstdisziplin eine unglaubliche Herausforderung ist, vor allem, wenn vom Angestelltenverhältnis in die Selbständigkeit gewechselt wurde.

Denn in der Anstellung hattest du Struktur, Anleitungen, Motivation (wenn auch nicht immer positive, intrinsische Motivation). Der Rahmen war einfach vorgegeben.

Vergleiche es kurz mit dem Leben mit Kindern. Wie reagieren Kinder, wenn du ihnen keinen Rahmen bietest, keine Struktur? Einen Abend um 5 Uhr ins Bett, am nächsten wieder um 10 Uhr? Einmal erlauben, dann wieder verbieten?

Sie werden orientierungslos, probieren sich (und dich) aus und sind unter dem Strich mit Sicherheit nicht glücklich.

Wir brauchen Orientierungspunkte in unserem Leben um zufrieden und entspannt zu sein. So auch im Home-Office.

 

ZULETZT EINE FRAGE AN DICH

Das waren sie also meine Top-Investitionen.

  • Bei welcher hat sich dein Puls erhöht weil du erkennst, dass du sie vernachlässigt hast?
  • Welches Investment könntest du dir jetzt sofort vorstellen?
  • Wo möchtest du im ersten Schritt ansetzen?
  • Ich freue mich auf einen regen Austausch mit dir – per Mail oder gleich hier unten in den Kommentaren!

 

ÜBER CLAUDIA KAUSCHEDER

claudia_kauscheder

Claudia Kauscheder arbeitet seit fast 20 Jahren im Home-Office und zwar sowohl als selbständige Trainerin und Coach, als auch angestellt. Ihre LeserInnen und Kunden unterstützt sie dabei, deren Effizienz beim Arbeiten im Home-Office so zu steigern, dass Platz und Zeit für Weiterentwicklung vorhanden ist.

Auf abenteuerhomeoffice.at bloggt sie über Themen rund um’s Home-Office, Produktivität und Motivation, gibt ihr Wissen in kostenlosen Webinaren und Video-Reihen weiter und unterstützt ihre KundInnen inzwischen auch mit einem Online-Coaching-Programm für Homeworker.

Ich freue mich über deine Meinung!

6 Comments

  • Liebe Claudia,

    anfangs habe ich alles selbst gemacht und bin oft verzweifelt, weil ich nicht vorwärts gekommen bin. Stunden um Stunden habe ich in meinen Blog investiert und alles selbst aufgebaut. Das war ja auch eine tolle Erfahrung und ich weiß jetzt wie es funktioniert, aber ich gönne mir jetzt bei schwierigeren Dingen technischer Art meinen „Mann-für-alle-Internetfälle“. Das kostet zwar, entlastet mich aber zeitlich sehr.

    Meine Top-Investitionen waren Coachings, die mir geholfen haben mich richtig zu organisieren: technisch, zeitlich und auch vom Mind-Set. Dadurch habe ich jetzt einen wirklich straffen Zeitplan und meine Struktur erarbeitet. Damit geht es dann vorwärts und ich arbeite viel effektiver. Ich coache zwar selbst, kenne viele Techniken aber bei sich selbst ist man halt einfach blind. Dazu braucht man immer einen Blick von außen. Deshalb bin ich einfach nur gut gefahren, wenn ich mir Hilfe geholt habe. Und ich werde das wieder tun, wenn ich auf der Stelle trete.
    Herzliche Grüße
    Barbara

    p.s. die Maus für meinen Laptop habe ich schon lange, habe mir jetzt auch noch eine Tastatur zugelegt und damit schreibt es sich viel, viel einfacher und schneller 😉

  • Claudia Kauscheder

    Reply Reply 29. März 2015

    Liebe Barbara,

    vielen Dank für deinen Erfahrungsbericht! Den Ansatz zuerst etwas selbst zu machen, einfach um zu wissen wie es geht, kann ich sehr gut nachvollziehen – und lebe ihn auch bis zu einem gewissen Grad. Haarig wird es nur, wenn ich bei meinen Coachees erlebe, dass sie dadurch keinen Schritt weiterkommen und sich dadurch selbst ausbremsen. Dann ist Unterstützung z.B. auch im Lernen gefragt.

    Deine Top-Investition gefällt mir! Ich bin auch gerade in einem sehr intensiven Coaching und muss sagen: Top und unglaublich, wie schnell die blinden Flecken dadurch aufgedeckt und bearbeitet werden!

    Weiterhin viel Spaß und Erfolg – und danke für den zusätzlichen Tipp mit der externen Tastatur!

    Liebe Grüße,
    Claudia

  • Sandra Heim

    Reply Reply 30. März 2015

    Liebe Claudia, liebe Mara, vielen Dank für die tollen Inputs! Ich kann aus allen Punkten etwas für mich mitnehmen und werde Deinen Blog als Anleitung im Kopf behalten. Alles Liebe, Sandra

Leave A Response

* Denotes Required Field