Wie Du als Scanner-Persönlichkeit in 5 Schritten Deine Berufung findest und sie lebst!

Bunte Regenschirme

Gastartikel von Heidi Marie Wellmann

„Ja, ich würde ja gerne meine Berufung leben, aber das ist bei mir irgendwie unmöglich, denn ich habe so viele Interessen, Talente, Begabungen, Fähigkeiten und von meinen tausend Ideen ganz zu schweigen.“

Diese oder ähnliche Aussagen höre ich so gut wie jeden Tag von meinen Kunden. Ja, es scheint wirklich ein großes Problem zu sein, wenn man viele Talente, Begabungen, Interessen und dazu auch noch zig Ideen hat, wenn man eine so genannte Scanner-Persönlichkeit ist.

Tja, ich kann diese Aussage aus tiefstem Herzen nachvollziehen, denn ich bin auch eine Betroffene :-) und arbeite in meinen Coachings, Seminaren und Ausbildungen mit Scanner-Persönlichkeiten und so ist es mir heute ein Herzensanliegen, dieses Thema aufzugreifen und detailliert anzugehen. Violá und los geht´s!

 

Das Problem mit den vielen Talenten, Begabungen, Interessen und Ideen!

Als Kind wollte ich alles Mögliche werden und manchmal sogar alles auf einmal: Hotelbesitzerin, Kindergärtnerin, ein großer Star, der auf der Bühne steht und vor ganz vielen Menschen spricht, Ganganführerin (ha, das war ich auch tatsächlich 😉 ), Lokführerin, Verkäuferin und noch einiges mehr. Außerdem war es mir immer wichtig, mutig zu sein!

Auf den ersten Blick, scheint dies alles nicht zusammen zu passen, irgendwie völlig konfus, sogar konträr, aber das ist es im Grunde nicht, ganz und gar nicht, denn es sind ganz klare Wegweiser und darüber hinaus gibt es hier DEN roten Faden, zum Kern meiner Berufung, die da wäre; Menschen zu „führen“, indem ich Inspiration bin. Hört sich erstmal nicht nach einem Beruf an, ABER es ist DER Kompass, welcher von der eigenen Berufung zum erfüllten Beruf führt.

Ich gehörte schon immer zu der Sorte Menschen, die voraus rennen: als Kind stachelte ich meine Mädchen zu den unmöglichsten Abenteuern an, als Jugendliche war ich diejenige die das Sagen hatte, als junge Erwachsene begann ich mich mit Psychologie, Spiritualität und ganzheitlichem Leben zu beschäftigen und nervte, schon vor über 20 Jahren, mein Umfeld mit veganer Ernährung, Parolen, wie: Arbeit muss aber Spaß machen, so wie es jetzt ist, kann das noch nicht alles gewesen sein. Ich war ständig damit beschäftigt, meine tausend Ideen, neue tolle Projekte und Talente irgendwie umzusetzen, oft sehr zum Leidwesen meines Umfelds, welches meist mit meiner Schnelligkeit, meinem Ideenreichtum, meinem Engagement nicht zurecht kam, oft auch völlig überfordert war. So kam es dazu, dass ich „lernte“ mich zurück zu nehmen, nicht alles von mir zu zeigen, mich kleiner zu machen, langsamer zu sein, nicht so viele Ideen zu haben usw… Es war wie eingesperrt sein. Es war einfach ganz furchtbar.

 

Mein Schlüssel zur Berufung!

Natürlich kam irgendwann der Punkt, wo das nicht mehr ging, der Punkt an dem ich Schluss machte mit Verstecken, der Punkt an dem ich begann mich Schritt für Schritt zu zeigen! Und ab da veränderte sich mein Leben radikal, ich lebte immer mehr das aus, was aus mir „herauskam“, all die vielen Ideen, Talente setzte ich nun Stück für Stück um. Und dann erkannte ich, dass dies im Grunde der Weg ist, meine Berufung zu leben. Das war es. Mein Weg!

Und ich verstand, dass es nicht um das entweder oder sondern viel mehr um das sowohl als auch geht. Ich muss mich nicht entscheiden, ich darf ALLES leben und gleichzeitig ist dies auch „DIE Erfolgsformel“. Denn das Erkennen meiner Einmaligkeit, welche auf der KOMBINATION meiner tausende Ideen, Talenten, Fähigkeiten, Begabungen beruht und das AUSLEBEN dieser besonderen KOMBINATION ist der Schlüssel zu einem erfüllten (BeRUFs-)Leben.

Als ich das so verstanden habe, war das wie eine Offenbarung für mich! Und nun lebe ich schon seit vielen Jahren, meine Berufung! Ich bin zwar keine Hotelbesitzerin, Kindergärtnerin, großer Star, Ganganführerin, Lokführerin, Verkäuferin ABER ich lebe die Quintessenz davon: ich inspiriere Menschen, Ihren Weg zu gehen und gehe mutig voran!

All dies, ist in den vorgenannten Berufen versteckt:

  • Hotelbesitzerin wollte ich werden, um Menschen zu helfen – das mache ich jetzt.
  • Kindergärtnerin wollte ich werden, um irgendwie „Mama zu spielen“ – mache ich jetzt, ich lebe meine Mütterlichkeit aus, indem ich Menschen inspiriere ihren Weg zu gehen, wie das Mütter eben so machen ;-).
  • großer Star wollte ich werden, weil ich schon immer glaubte, etwas zu sagen zu haben – mache ich jetzt z. B. bei Youtube, in meinen Vorträgen, in meinen Seminaren, Webinaren usw.,
  • Ganganführererin wollte ich werden, weil ich schon immer der Meinung war, ich kann anderen zeigen, wo es lang geht 😉 – mache ich jetzt als Coach rund um die Berufung,
  • Lokführerin wollte ich werden, weil es so abenteuerlich war, ich mich so groß fühlte und es war toll diese große Verantwortung zu haben – mache ich jetzt, ich habe die Verantwortung für meine Macht und vor allem die Verantwortung, meine Berufung zu leben, übernommen,
  • Verkäuferin wollte ich werden, um mit Menschen zu arbeiten, ihnen zu helfen – tja, genau das mache ich!

Also wenn ich alles runter breche, sind alle meine Berufswünsche echte Wegweiser für meine Berufung, denn es ging bei mir schon immer darum, andere Menschen zu inspirieren, ihren Weg zu gehen! Dies tue ich auf ganz verschiedene Art und Weise, wie z. B. als Initiatorin von verschiedenen erfolgreichen Arbeitsmarkt-Projekten, welche mehr Raum bieten, die eigene Berufung zu leben, als Coach, als Autorin, als Rednerin, als Ausbildende, als Begleiterin, als spirituelle Lehrerin, als Unternehmensberaterin von visionären Unternehmern usw..

 

Den Kern der Berufung verstehen!

 „Berufung leben bedeutet einen Traumjob zu haben!“ Das war eins meiner größten Denkfehler, denn die Erfahrung hat mich gelehrt: Berufung hat nicht zwangsläufig mit einem Traumjob zu tun, manchmal hat Berufung noch nicht mal etwas mit einem beruflichen Wirken zu tun. Als Mensch der viele Interessen, Fähigkeiten, Talente und Stärken hat, fiel es mir schwer „meine Berufung“ zu leben, hörte ich doch überall: Du musst Dich auf etwas konzentrieren und dann Deine volle Energie hinein geben… ja und dann wirst Du erfolgreich. Tja, bei mir war das nicht so, denn ich wurde unglücklich und genau so geht es vielen Menschen.

Berufung ist nicht ein Job, ein Traumberuf, eine bestimmte Tätigkeit und sonst gar nichts, sondern viel mehr eine Konzentration auf einen bestimmten Seinszustand. Ich nenne dies den bevorzugten Seinszustand. Wir alle haben einen bevorzugten Seinszustand (bzw. eine Kombination aus ein paar wenigen Seinszuständen), der unsere innerste Natur ist. M. E. geht es gar nicht so sehr um das TUN, sondern viel mehr um das SEIN. Die meisten Job- und Berufungssuchende „verschwenden“ Ihre Zeit häufig mit dem Tun anstatt sich auf das Sein zu konzentrieren. Da wird wie wild beworben, gesucht, Anzeigen durchstöbert, Anzeigen aufgegeben, Gespräche geführt usw., mit dem Ergebnis: irgendwie klappt das alles nicht und dazu kommt noch die Unzufriedenheit und Frustration über das Nichtgelingen. Das macht doch keinen Spaß!

Daher sollten wir im Bezug auf die Berufung, erst herauszufinden was wir sein möchten bzw. ganz konkret wahrnehmen, was unser bevorzugter Seinszustand ist und wie uns dieser helfen kann, unsere Berufung zu leben.

Und damit dies hier keine graue Theorie wird, möchte ich Dir anhand von 5 konkreten Schritten zeigen, wie DU als vielbegabte Scanner-Persönlichkeit, Deine Berufung finden und leben kannst.

 

5 Schritte wie Du als Scanner-Persönlichkeit, Deine Berufung findest und sie lebst!

  1. Hör auf zu suchen – und wähle!
  2. Kläre was Dich daran hindert, Deine Berufung zu leben!
  3. Mach Dir Deine Stärken, Fähigkeiten, Begabungen und Talente bewusst und folge der Freude!
  4. Erkenne Deinen bevorzugten Seinszustand
  5. Definiere DEINEN USP – Kombinieren ALLES um Deine Berufung zu leben!

 

1. Hör auf zu suchen!

 Und wenn Du auch ein/e Betroffene/r bist, bist Du vielleicht schon so lange auf der Suche nach Deiner Berufung, Deiner Bestimmung, Deiner Lebensaufgabe! Du hast schon so viel unternommen, so viele Bücher gelesen, so viele Seminare besucht, so viele Videos angeschaut, so viele darüber nachgedacht, gegrübelt…

Mein Tipp an Dich: hör endlich auf zu suchen und triff eine bewusste Entscheidung Deine Berufung zu leben!

Du denkst dies ist Haarspalterei? Oh nein, das ist es nicht, denn erst eine bewusste Wahl öffnet Dir die Tür für das Leben Deiner Berufung!

Die meisten Menschen, die ich kenne, haben tatsächlich keine bewusste Wahl getroffen, ihre Berufung zu leben. Sie kokettieren meist nur damit und zwar immer dann, wenn es weh tut, wenn der Job mal wieder nervt, eine Entlassung droht, man mal wieder krank oder total erschöpft war.

Und in diesem Zusammenhang ist es wichtig, sich bewusst zu machen, dass wir Energiewesen sind. Also, lautet die spannende Frage: in welcher Energiefrequenz befindest Du Dich? In einer Frequenz der Klarheit oder der „Ich-weis-es-nicht-Frequenz“. Und genau in der Frequenz, in welcher Du Dich befindest, worauf Du Deine Energie richtest, genau dies drückt sich auch in Deinem Sein und in Deinem Leben aus. Von daher macht es Sinn, dem Thema Berufung, Raum in Deinem Leben einzuräumen und zwar ganz bewusst! Beschäftige Dich täglich damit und arbeite daran!

Das tust Du noch nicht? Dann triff doch hier und jetzt eine bewusste Wahl Deiner Berufung jeden Tag ein bisschen mehr Raum zu geben und betritt eine „neue Energiefrequenz“, eine die Dir „erlaubt“ tatsächlich Deine Berufung zu leben.

 

2. Kläre was Dich daran hindert, Deine Berufung zu leben!

 Wenn es um die Berufung geht, stellen die meisten „Berufungssuchenden“ die „falschen“ Fragen, zum „falschen“ Zeitpunkt! Die mir als Coach am häufigste gestellte Frage, zum falschesten Zeitpunkt, lautet: was ist meine Berufung?

Meine Empfehlung ist es, diese Frage erstmal hinten anzustellen und sich erst folgende spannende Frage zu beantworten: was hindert mich daran, meine Berufung wahrzunehmen, um sie leben zu können? Was sind dies für Blockaden, Mustern, nichtdienlichen Glaubenssätzen, Verhaltensweisen, Ängsten?

Und wenn wir uns diesem Thema beherzt stellen und für uns klären, was uns blockiert, ist die Beantwortung der Frage nach der eigenen Berufung nicht mehr so anstrengend, denn je mehr wir hinter die Dinge, die Fassaden, die Konstrukte schauen, uns unseren Ängste und Blockaden stellen, sie heilen, sie transformieren und uns somit von all dem nichtdienlichen lösen, desto eher sind wir überhaupt in der Lage unseren inneren Ruf wahrzunehmen. Unsere innere Stimme dringt dann immer mehr in unser Bewusstsein, sie wird klarer, „realer“, wir vertrauen ihr immer mehr, wir lassen uns immer mehr auf ihre Führung ein und das bedeutet: Du lebst immer mehr Deine Berufung, verfolgst Deine Lebensaufgabe, erfüllst Deinen Seelenplan! Die Frage ist also nicht: habe ich eine Berufung, sondern: VERTRAUST DU DEINEM inneren Ruf, DEINEM WEG und traust Du Dich, Dich erst Deinen Ängsten und Blockaden zu stellen?

 

3. Mach Dir Deine Stärken, Fähigkeiten, Begabungen und Talente bewusst und folge der Freude!

Das Herausfinden und Leben der eigenen Stärken, Talente, Fähigkeiten und Gaben sowie das Einsetzen dieser (auch im Berufsleben), zum eigenen Wohl und zum Wohle der Allgemeinheit, ist eine der Dreh- und Angelpunkte, wenn es um Lebensfreude und –zufriedenheit geht. Häufig erkennen wir jedoch unsere eigenen Stärken / Gaben, gar nicht als solche an, sondern sind eher der Meinung: das ist ja völlig normal! Bei genauerem betrachten ist es das jedoch nicht der Fall, die Kombination ist nämlich einmalig. Hinzu kommt noch, dass wir uns viel zu selten, mit unseren eigenen Stärken / Gaben und Wünschen beschäftigen. Wir haben dies meist auch nicht gelernt. Leider gibt es (noch) kein Standartschulfach, welches genau dieses Thema behandelt. Was könnte aus uns werden, wenn wir schon frühzeitig unsere Gaben / Stärken entfalten lernen – quasi so wie man Körperhygiene betreibt, so könnte man ja auch täglich Zeit, für die eigenen Stärken / Talente / Fähigkeiten / Gaben und Wünsche aufbringen.

Daher ist es besonders wichtig, sich HIER und JETZT die eigenen Stärken / Gaben bewusst zu machen! ABER das ist nur ein Teil der „Formel”, der Formel für ein erfülltes (berufliches) Wirken. Schauen wir uns das Ganze mal etwas näher an.

Es ist einfach toll zu singen, es bereitet mir viel Freude. Wenn ich jedoch zum Singen ansetze, kriegt mein Umfeld schon die Krise. Also begnüge mich damit, für mich alleine zu singen bzw. mein näheres Umfeld damit zu quälen ;-), obwohl mir Singen so viel Freude bereitet. Auf der anderen Seite, besitze ich unter anderem die Stärke, im Detail arbeiten zu können. Allerdings macht mir dies nicht soviel Spaß, es ist sogar oft eine Quälerei für mich. Tja wie Du siehst, gibt es Stärken, welche man gar nicht so sehr nutzen möchte. Auf der anderen Seite bereiten, einem Dinge Freude, welche nicht „genutzt“ werden können, zumindest nicht, um berufliche Erfüllung zu finden. Erst die zielgerichtete Kombination „Freude und Stärken“ ergeben ein erfolgreiches Duo, gerade wenn es um berufliche Erfüllung geht. Denn erst wenn beide Faktoren eintreffen, können wir diese auch in unserem Sinne einsetzen. Um mein persönliches Beispiel aufzugreifen: ich mag es nicht im Detail zu arbeiten. Aber wenn ich schreibe, dann lebe und liebe ich diese Stärke aus und kann sie zu meinem Nutzen einsetzen. Aber erst die Kombination: „Stärke = im Detail arbeiten“ plus „Freude = die pure Freude am Schreiben, was mir am Herzen liegt“ erfreut mich von ganzem Herzen und garantiert mir ein erfolgreiches und befriedigendes (berufliches) Tun. Mit Vorgenantem will ich nicht dafür plädieren, auf Dinge zu verzichten, welche Dir Freude bereiten. Ganz im Gegenteil, Du solltest soviel Zeit wie möglich, mit freudigen Dingen verbringen. Wichtig ist die Unterscheidung nur dann, wenn es um die Frage geht: soll ich diese Stärke, Fähigkeit, Gabe beruflich nutzen und macht mir dies denn auch Freude?

 

4. Erkenne DEINEN bevorzugter Seinszustand ist!

Um es gleich vorweg zu nehmen, Dein bevorzugter Seinszustand ist immer ein Zustand der Dir ein gutes Gefühl vermittelt. Tut er dies nicht, dann ist er auch nicht „Dein ganz persönlicher bevorzugter Seinszustand“. Wenn Du dies herausgefunden hast, solltest Du Dich in diesen Zustand reinfühlen und sich an dem gewünschten „Seinszustand“ erfreuen und zwar so oft wie möglich und dann erst kommt das TUN.

Die meisten Menschen kümmern sich zuerst jedoch darum, was sie alles tun müssen um sich beruflich zu entwickeln… das ist m. E. der falsche Ansatz. Erst geht es um das Sein und daraus leite ich dann das Tun ab, sprich, wenn wir etwas tun, wollen wir etwas sein, z. B. glücklich, heilend, zufrieden, entspannt, bewegt, weise, verständnisvoll, inspiriert, befriedigt usw. z. B. wenn wir essen, wollen wir gesund oder gesättigt sein, wenn wir lesen, wollen wir entspannt oder befriedigt sein, wenn wir duschen, wollen wir sauber sein, wenn wir mit einem guten Freund telefonieren, wollen wir vielleicht inspiriert, bewegt oder sonst was sein, wenn wir arbeiten, wollen wir kreativ sein usw. Hier noch mal zur Verdeutlichung: Wir können nicht glücklich tun, wir können nur glücklich sein.

Drei hilfreiche Frage in diesem Zusammenhang:

  • wenn ich glücklich bin, wie fühle ich mich da und was tue ich da?
  • welche Themen, welche Dinge, welche Menschen, welche Tätigkeiten usw. erlauben mir ganz im Flow zu sein?Ich empfehle Dir hiervon eine Liste zu erstellen, welcher Du immer mehr Raum in Deinem Leben gibst.
  • daraus leite ich die Frage ab: Was ist mein bevorzugter Seinszustand?

Nochmal etwas konkreter: z. . B. stellst Du fest, dass „inspirierend sein“ Dein bevorzugter Seins-Zustand ist. Nun könntest Du Dich fragen, wie Du das ausleben kannst und was Du daraus für ein TUN ableitest? Wie, wo und mit was bist Du inspirierend? Was „tust“ Du da? Inspirierst Du Menschen, z. B. durch Gespräche, durch Empfehlungen oder durch Bücherschreiben oder durch eine Arbeit als Coach oder als Trainer der Kinderhandballmannschaft, oder beim Entwickeln einer neuen Maschine, oder beim Kochen, oder beim Gärtnern oder was bzw. wie auch immer? Dann kannst Du Dich weiter fragen: Wo kann ich dies in meinem Leben ein- und umsetzen, im persönlichen aber auch in meinem beruflichen Umfeld?

Wenn Du dann Deinen bevorzugten Seinszustand herausgefunden hast, solltest Du das von Dir erarbeitete, Stück für Stück in Deinem (Berufs-)Leben konsequent jeden Tag umsetzen, und zwar jeden Tag ein bisschen mehr und mehr und mehr. Diese Vorgehensweise führt letztendlich dazu, dass wir unsere Berufung ausleben. Mag sein, dass diese Vorgehensweise am Anfang etwas mühselig erscheint, aber es ist ein Entwicklungsprozess und diesem eigenen Entwicklungsprozess sollte man Raum und Zeit geben.

 

DEIN bevorzugte Seinszustand ist Dein Kompass! Folge ihm beharrlich!

Nur noch Mal in aller Deutlichkeit: gerade Du als Scanner-Persönlichkeiten musst Dich nicht auf eine Tätigkeit, einen Job, eine Aufgabe, ein Projekt … konzentrieren! Du musst Dich vor allem darauf konzentrieren, DEINEM bevorzugten Seinszustand Raum zu geben und ihn auszuleben, egal wie viele Aufgaben, Jobs. Projekte usw. dies letztendlich auch sein mögen. Wenn Du dies konsequent tust, folgst Du tatsächlich Deinem inneren Kompass, Deinem inneren Ruf und lernst ihm zu vertrauen, so dass DU tatsächlich Deinen Weg gehst.

Bitte lenke also Deine Aufmerksamkeit immer mehr auf das was Du sein möchtest, verbunden mit der Frage, wie kann ich das HIER und JETZT ausleben, anstatt Deinen Fokus auf irgendwelche Jobs, Aufgaben usw. zu haben. Wie Du merkst, ist dies einfach der umgekehrte Weg: Du gehst von innen nach außen, also dass was Dich antreibt bringst Du in eine äußerliche Form, eben als Form von einem Beruf, einer Aufgabe, eines Projekts usw.

 

5. Definiere DEINEN USP – Kombinieren ALLES um Deine Berufung zu leben!

Ja, Du hast richtig gelesen: definiere Deinen USP, also Dein Alleinstellungsmerkmal, indem Du nun ALLES kombinierst! Und wenn Du dies tust, Dir erlaubst DEINE Einzigartigkeit wahrzunehmen und sie zu leben, ja dann lebst Du DEINE Berufung, auch und gerade als Scanner-Persönlichkeit.

Und das Wesentliche hierbei ist, dass GENAU dies auch gebraucht wird. Glaubst Du allen Ernstes dass es Zufall ist, dass Du diese Talente, Fähigkeiten, Begabungen, Wünsche und Ideen hast? Ich glaube das nicht und es ist auch nicht meine Erfahrung. Erst wenn wir anerkennen, unsere wunderbare Einzigartigkeit zu leben, uns zu zeigen, authentisch zu sein, erst dann werden wir ein glückliches und erfülltes Leben führen. Es ist kein Zufall, dass ausgerechnet in DIR all dies drinsteckt und es ist Deine Aufgabe, alles zusammenzuführen, um es auszuleben!

Denn aus all dem Vorgenannten bzw. all dem was Du Dir erarbeitet hast, ergibt sich letztendlich auch Deine ganz persönliche Nische, Dein ganz besonderes Angebot an die Welt. DU bist einzigartig und die Kombination Deiner Potentiale, Gaben, Stärken, Fähigkeiten und Co. ergeben einen ganz speziellen Berufungs-Cocktail, aus welchem Du Deine ganz eigene Nische, Dein ganz spezielles Angebot ableiten kannst.

Und damit Dir das etwas leichter fällt, habe ich hier ein paar Fragen für Dich zusammengestellt. Bitte beantworte Dir nachfolgende Fragen schriftlich, so hat das Ganze noch viel mehr Kraft und Macht.

  • Was möchte ich der Welt geben / schenken?
  • Was möchte aus mir heraus?
  • Es wird Zeit aus dem Seinszustand konkrete Tunzustände abzuleiten. Frage Dich daher bitte nun: was genau TUE ich, wenn ich meine Stärken (wie oben beschrieben) und meinen bevorzugten Seinszustand lebe? Bitte erstelle eine Liste!
  • Wie, wo und in welchem Zusammenhang in meinem Leben und speziell auch in meinem Berufsleben, kann ich meinen bevorzugten Seinszustand und meine Stärken ausleben umsetzen? Bitte erstelle eine Liste!
  • Was genau von dieser Auflistung macht mir besonders viel FREUDE?
  • Auf was genau von dieser Auflistung habe ich besonders viel LUST?
  • Welche konkrete PROblemlösung kann ich auf Grund meiner Berufung anbieten?
  • Mit was beginne ich gleich JETZT?

Und wenn Du nun bereit bist Deine Berufung auch als Scanner-Persönlichkeit zu leben und mehr Inspiration und konkrete Hilfestellung hierfür wünschst, empfehle ich Dir unser kostenfreies Webinar, in welchem wir detailliert auf das Entdecken und Leben der eigenen Berufung eingehen!

 

Über Heidi Marie Wellmann

Heidi Marie Wellmann fuer Mara Stix 3 (1)

Heidi Marie Wellmann ist Visionären, Coach, Seminarleiterin, Autorin und Geburtshelferin rund um Beruf(ung). Alle ihren vielen Projekte und Dienstleistungen drehen sich rund um den Themenschwerpunkt: „Berufung / Lebensaufgabe / Intuitions- und Potentialentfaltung” und so begleitet sie seit fast 20 Jahren visionäre Unternehmen und Menschen bei der Thematik: Glücklich und erfüllt im (Berufs-)Leben! Hierzu hat sich schon zig regionale, überregionale und internette Projekte, auf den Weg gebracht und erfolgreich umgesetzt.

Heidi Marie Wellmann freut sich auch über einen Besuch auf ihrem Berufungs-Blog, in ihrem Youtube-Kanal und ihrer Fan-Page bei Facebook.

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Ich freue mich über deine Meinung!

4 Comments

  • Markus

    Reply Reply 30. Juli 2015

    Hallo Heidi.

    Da hast du einen sehr ausgiebigen Blogbeitrag verfasst. 😉
    Dein Inhalt finde ich sehr ansprechend und mit vielen Aussagen finde ich mich wieder.

    Ich bin der Überzeugung, dass unser bisheriger Lebensweg einen roten Faden für unsere Berufung vorweist. Um dann klar zu erkennen was unsere Berufung ist geht es noch ein paar Momente. Ich habe mir über einen längeren Zeitraum hinweg Klarheit verschaffen müssen, wohin meine Reise geht. Nun weiss ich es und je länger ich meinen Weg gehe umso klarer wird das Bild meiner Berufung.

    Im Gegensatz zu dir war ich nicht von Anfang an an allem interessiert. Ich war eher passiv und träge. Ich liess das Leben an mir vorbeigehen. Mein Ideenreichtum kam mit dem Entscheid mich auf den Weg zu begeben meine Berufung zu leben. Un Voila…Nun sprudle ich vor Tatendrang. Manchmal hat der Tag einfach zu wenig Stunden.

    Herzlichen Gruss
    Markus

  • Linda

    Reply Reply 30. Juli 2015

    Hallo Heidi,
    ein wirklich toller Artikel :)

    Besonders die vierte Aufgabe finde ich interessant! Ich habe schon gemerkt, dass es mir super viel Spaß macht, Interviews für meinen Blog zu führen und mache jetzt ständig neue Termine mit interessanten Frauen, um diesen Bereich auszuweiten.

    Durch deine Anregung werde ich mich heute noch hinsetzen und mir überlegen, wann ich mich noch so super fühle :) Und dann dafür sorgen, dass der Anteil immer größer wird. 😀

    Lieben Gruß
    Linda

  • Jacky Wesling

    Reply Reply 30. Juli 2015

    Huhu Heidi Marie!

    Danke, danke, danke, dass war noch DAS, was mir fehlte, um konkreter meinen USP festzulegen, denn der Knackpuckt war und ist, dass ich immer nur nach den Berufen geguckt habe. Ja, ich lebe und bin Design, aber da ist noch so viel mehr und das gehört auch zu mir :)

    Mach weiter so!
    Liebe Grüße
    Jacky

  • Katja Stahlbaum

    Reply Reply 21. November 2015

    Liebe Heidi,
    klasse, dass du die Sache so auf den Punkt bringst! Genauso finde ich mich in deinen Worten wieder. Dass es einen roten Faden bei mir gibt, dachte ich schon lange. Aber darauf, dass ich aus alledem nicht EINEN Job, EINE Aufgabe machen muss, bin ich nie gekommen- trotz Lesens viiiieler guter Bücher 😉 So geht es mir doch wesentlich besser und ich fühle mich nicht mehr so „chaotisch“, sondern eben einfach sehr kreativ und bin gespannt, was sich daraus entwickelt…
    Vielen Dank von Herzen für deinen Denkanstoß!!
    Katja

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