3 Dinge, die dich davon abhalten, dass du deine Träume verwirklichst

Steg

Gastartikel von Anika Fischer

Wir möchten alle frei und glücklich sein. Wir haben Träume und Ziele, die wir verwirklichen wollen.

Hindernisse auf dem Weg zur Verwirklichung unserer Wünsche suchen wir allzu oft in äußeren Umständen oder sehen sie durch andere Menschen hervorgerufen.

Freiheit und Glück finden wir, wenn wir eine innere Reise beginnen. Alle Hindernisse, die uns in der Welt begegnen, können wir durch inneres Lösen von Barrieren, Bewusstwerdung und Neuausrichtung verwandeln. Unser Leben im Außen ist immer ein Spiegel unserer inneren Welt.

Es bleibt nichts zu tun, als den Blick in uns zu wenden und auf eine Erforschungsreise zu gehen.

Ich möchte, dass jede Frau, die eine innere Sehnsucht verspürt, sich auf ihren persönlichen Weg zur Verwirklichung ihrer individuellen Träume begibt. Sei es ein erfolgreiches Business zu starten oder eine erfüllte Beziehung zu leben.

Mein Wunsch ist es, dass sich niemand mehr von auftauchenden „Verhinderern“ abhalten lässt.

Ich will, dass frau erkennen lernt, was in ihr vor sich geht und dann die Chance hat, trotzdem weiter zu gehen: durch das Ausdehnen von Begrenzungen, Verlassen der Komfortzone, mutig sein, usw. …

Du erfährst in dem Artikel:

  •  die eigenen Widerstände und Blockaden differenziert zu kennen
  • dir der destruktiven eigenen Anteile bewusst zu werden
  • du kommst dir selbst weiter auf die Schliche und
  • kannst dadurch anders mit den eigenen Verhinderern umgehen.

 

3 Mechanismen, die dir schaden

Stacheldraht

1 Der innere Kritiker- Willkommen in der Gerichtsverhandlung deines Lebens

Der innere Kritiker ist eine Instanz in uns, die uns permanent kritisiert, abwertet, verurteilt, uns beschimpft. Es sind gleichermaßen Erwartungen, Maßstäbe, Einschätzungen, Vergleiche, Urteile, innere Bilder und Vorstellungen. Der innere Kritiker regiert mit Hilfe von Maßstäben und Regeln, die die Grundlage seiner Macht und Handlungen sind. Wenn wir uns nicht an diese halten, greift er uns dafür an (mit abwertenden Aussagen, Feindseligkeiten, Meinungen,…). Wir empfinden daraufhin zum Beispiel Schuld, Scham oder Ablehnung, aber auch Anerkennung, wenn wir uns an die Maßstäbe des Kritikers halten.

Ist das nicht absurd? Etwas in uns ist gegen uns. Solange wir diese starken Stimmen nicht erkennen und bewusst haben, sind wir ihnen ausgeliefert: Fühlen uns schlecht, halten uns klein, passen uns an, …

 

2 Die Selbstsabotage – Ich schade mir am liebsten selbst!

Selbstsabotage bedeutet, dass du in Situationen und Gefühlszuständen verharrst, die dir nicht gut tun: Du bist unglücklich in deiner Beziehung, aber was sollst du schon ändern? Du bist unzufrieden im Job, aber ganz so schlimm ist es doch auch nicht. Es könnte ja schließlich immer schlimmer sein. Du hast quasi noch Glück im Unglück :-)

In diesem Zusammenhang kennst du wahrscheinlich Gefühle der Ohnmacht, Hilflosigkeit und Resignation.

Selbstsabotage heißt auch, mit negativen Glaubenssätzen zu leben. Eine Verwandlung dieser Sätze scheint dir unmöglich, würde dich unermessliche Kraft kosten oder vielleicht ist es auch bequem mit diesen Sätzen zu leben: Ich kann das nicht. Ich bin noch nicht soweit. Ich habe Angst. Ach, jetzt bin ich erst mal krank. Ich kümmere mich um xyz und dann … Wenn ich nur wüsste, was der Sinn meines Lebens ist, dann würde ich …

 

3 Die Anderen sind Schuld – Mein Leben in deiner Hand.

An unsere Themen kommen wir meist, wenn uns eine Situation bzw. ein Mensch in unserem Leben, verletzt, ungerecht zu uns ist, sich nicht so verhält wie wir es uns denken/wünschen, usw.

Kennst du es, dass du dann wütend, enttäuscht, verletzt oder zutiefst gekränkt bist, weil diese Person dies und das getan/ gesagt hat? Wenn du jetzt das Gefühl von „ertappt sein“ und „unangenehm-da -kann-was-dran-sein“ empfindest, ist das eine heiße Spur.

Und? Wirst du diese Person ändern? Hast du es schon versucht? Warst du erfolgreich?

Wenn wir keine Verantwortung für uns übernehmen und uns als Opfer fühlen, geben wir unser Leben aus der Hand. Wer, wenn nicht WIR selbst, können etwas verändern? Und zwar in uns und nicht beim Anderen.

Alles Unschöne, was uns im Außen begegnet, ziehen wir in unser Leben, weil etwas in uns nach Heilung sucht. Das ist natürlich ein unbewusster Prozess.

Denk an das Eisbergmodell. 1/8 sind über der Wasseroberfläche (sichtbar, bewusst) und 7/8 sind darunter (unsichtbar, unbewusst).

Wir behindern uns selbst, in dem wir zum Beispiel der Überzeugung sind: Ich kann dies und das nicht, weil mein Partner, meine Kinder, der Chef, der Ex, …

Dieses kritisieren im Außen passiert sehr schnell und subtil.

Diese 3 Aspekte halten uns enorm auf unserem Weg auf! Manchmal ein Leben lang und wir merken es nicht einmal!

Fallschirm

Der Weg in ein befreites und glückliches Leben

Was du tun kannst

Häufig verfolgen wir Strategien, die uns nicht zum gewünschten Erfolg bringen. Deshalb will ich diese zunächst benennen, um anschließend die hilfreichen Wege zu erläutern.

Was nicht hilft ist eine eigene innere Kritik oder Abwertung.

  • mit einem Gegenangriff abzuwehren, weil wir dadurch „Anderen“ (dem kritischen Teil in uns) die Schuld geben und unsere Gefühle von Unzulänglichkeit abwehren.
  • durch rechtfertigen und erklären zu entgegnen, weil nichts ausreichen wird, um den eigenen Angriff zu entkräften. Die Kritik wird immer noch ein weiteres Ass aus dem Ärmel ziehen und gegen uns einsetzen.
  • durch besänftigen oder jammern zu verwandeln, um dadurch die Situation wieder in Ordnung zu bringen. Häufig weiten wir unser Bedürfnis nach Anerkennung und Kontakt mit Anderen auf weitere Themen aus, was unser eigenes Defizit verstärkt.

 

Was hilft

1. Erkenne

Beobachte dich und erkenne, wie du bei inneren oder äußeren Angriffen reagierst.

  1. Welche der drei zuvor beschriebenen Taktiken (Gegenangriff, Rechtfertigen, Jammern/Besänftigen) verfolgst du?
  2. Du kannst den inneren Kritiker auch daran erkennen, dass du dich zum Beispiel schlecht fühlst, wenn du gegen eine Regel verstoßen hast. Du hast das Gefühl, es total verkehrt gemacht zu haben. Nimm Gefühle wie Schwäche, Enge, Energielosigkeit oder Schuld wahr.
  3. Gegen welche Vorschrift oder welchen Maßstab hast du verstoßen?

 

2. Verändere

Sich gegen eine Abwertung oder Kritik zu verteidigen bedeutet, diese als unannehmbare Grenzüberschreitung zu erkennen und jede notwendige Handlung zu unternehmen, damit diese beendet wird. Wir dürfen uns überhaupt nicht auf eine Abwertung oder Angriff einlassen.

Es gibt verschiedene Abwehrstrategien, so zum Beispiel: Humor (mach dich über die Kritik lustig), Übertreiben (reagiere auf eine Abwertung, in dem du diese noch größer machst) oder Aggression (beschimpfe den inneren Kritiker).

Teste, welche Taktik für dich gut funktioniert.

 

3. Verantwortung übernehmen

Werde dir bewusst, dass du und nur du der Schlüssel für Veränderungen und ein glückliches Leben bist:

  • Ich gebe niemanden die Schuld für meine Probleme oder Lebensumstände, denen ich begegne oder in denen ich lebe.
  • Ich drücke meine Wünsche und Bedürfnisse aus, treffe Entscheidungen und trage die Konsequenzen. Ich verstecke mich nicht hinter Allgemeinplätzen wie „man“ und „wir“.
  • Mache ich Fehler, übernehme ich dafür die Verantwortung.

 

4. Lösen von Glaubenssätzen

Beginne deine negativen Überzeugungen zunächst aufzuschreiben und anschließend Satz für Satz zu verwandeln und zu verabschieden.

Lass dich von nichts und niemanden aufhalten, deine Träume zu verwirklichen!

Alles Liebe,
Anika

 

Buch-Tipp:

Byron Brown hat ein sehr wertvolles Buch zum Thema innerer Kritiker geschrieben. Ich kann es euch sehr empfehlen: Befreiung vom inneren Richter.

Über die Autorin:

Anika Fischer

Anika Fischer stärkt, bewegt und inspiriert Frauen Freiheit, Wachstum und Freude zu erlangen!

Bei ihr bist du richtig, wenn du frischen Wind in deine Partnerschaft bringen möchtest oder dich nach einer glücklichen Beziehung sehnst.

Hier erfährst du mehr: http://anikafischer.com/

Ich freue mich über deine Meinung!

5 Comments

  • Doris

    Reply Reply 29. März 2016

    Ja, ich hab`s gepackt. Es ist so: ich sabotiere mich selbst. Immer wieder. Gibt es vielleicht ein Buch für solche „Lebenskünstler“ wie mich? LG

    • Anika Fischer

      Reply Reply 30. März 2016

      Hallo Doris,
      das ist eine tolle Erkenntnis. So eine Einsicht ist nicht bequem, aber ein so wichtiger erster Schritt.

      Ich kann dir das Buch von Byron Brown (siehe oben) total empfehlen. Es ist sehr gut verständlich und zeigt auch anhand von Beispielen wie und wann wir uns selbst schaden und wie wir damit umgehen können.

      Liebe Grüße Anika

  • Ildiko

    Reply Reply 29. März 2016

    Hallo Annika, hallo Mara,

    das ist ein sehr guter und wichtiger Artikel. Wie oft ertappe ich mich selbst dabei, dass ich „rummotze“, weil irgendwer irgendwo irgendwann nicht so reagiert hat, wie ich es mir gewünscht habe. Doch in Wahrheit war diese Reaktion im Grunde meine eigene innerlich, und ich war nicht wirklich auf diese Person wütend, sondern auf mich selbst. Das ist mir erst vor kurzem mal wieder passiert. Das ist etwas, was ich mir in letzter Zeit immer mehr und mehr bewusst werde, und darüber bin ich sehr froh.

    Denn nur so kann ich langfristig mein eigenes Ding aufbauen. Sonst klappt es nicht. Artikel wie dieser hier zeigen mir auch immer wieder, dass es durchaus ein Problem ist, das durchaus lösbar ist, nur muss man eben täglich und immer wieder daran arbeiten.

    Ich habe auch mal gelesen, dass wenn der Kritiker kommt, man ihm z.B. im Innern eine Mickey Maus Stimme geben soll, so dass man es gleich nicht mehr ganz so ernst nimmt. Und ab und an denke ich auch selbst daran und was soll ich sagen, es hilft 😀

    • Anika Fischer

      Reply Reply 30. März 2016

      Hallo Ildiko,

      ich danke Dir für dein Mitteilen!
      Die Themen, die durch´s Außen in uns getriggert werden, zu uns zu nehmen und niemanden im Außen verantwortlich zu machen, ist m.E. die hohe Kunst! Wir sind ja fast automatisch dabei mit dem Finger auf jemand Anderen zu zeigen… Ich kenne das gut.

      Danke für den Tipp mit der Mickey Mouse Stimme :-) Den Teste ich mal.

      Liebe Grüße Anika

  • Olga Eser

    Reply Reply 28. April 2016

    Hallo Anika,

    vielen Dank, das ist ein wirklich toller Artikel! Gefühle erkennen, annehmen, verändern und sich von alten Glaubenssätzen zuverabschieden ist ein toller Konzept für das Leben!

    Liebe Grüße
    Olga

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