Die 5 Fehler, die dich als vielbegabte Scanner-Persönlichkeit davon abhalten, deine Berufung zu leben

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Möchtest du gerne deine Berufung leben, aber deine vielen Talente halten dich davon ab? Dieser Artikel ist für dich, wenn du nicht eine Berufung hast sondern tausende Talente und Fähigkeiten. Und wenn du weißt, dass du alles tun könntest, was du willst, aber einfach keine Ahnung hast, was das sein soll.

Wenn du in dieser Situation bist, dann bist du, genau wie ich, eine sogenannte vielbegabte Scannerin bzw. Scanner-Persönlichkeit. Du bist unglaublich neugierig und wissbegierig und liebst es neue Dinge zu lernen. Dein einziges Problem ist nur, dass du dich schnell langweilst und darum immer wieder neue Projekte startest und es dir schwer fällt, Dinge zu Ende zu bringen.

Wenn du dich in dieser Beschreibung wieder findest, dann ist dieser Artikel für dich. Denn du machst wahrscheinlich einen von diesen 5 Fehlern, die dich daran hindern, deine Berufung zu finden und zu leben.

 

 

1. Du versuchst einen Beruf zu finden und keine Berufung

Wenn du dir einfach nicht sicher bist, was du beruflich machen sollst und immer wieder die Richtung änderst, dann liegt das daran, dass du versuchst einen Beruf zu finden und keine Berufung. Und das funktioniert für vielbegabte Scanner-Persönlichkeiten nicht!

Eine Scannerin ist nicht glücklich, wenn sie bloß einen Job findet sondern sie will wirklich ihre Berufung leben!

Ich konnte mich früher einfach nicht entscheiden, ob ich jetzt Bloggerin, Firmen-Trainerin, Speakerin oder Autorin sein will. Ich schwenkte immer hin und her und war mir total unsicher. Diese Unsicherheit führte dazu, dass ich nie die Disziplin und Konsequenz aufbrachte, um Projekte wirklich durchzuziehen und zu Ende zu bringen. Denn kaum ging ich einen Schritt in die eine Richtung wurde ich mir schon wieder unsicher und wollte doch etwas anderes machen.

Wenn das bei dir auch so ist, dann musst du tiefer graben! Du solltest dir nicht mehr länger die Frage stellen, welchen BERUF du ausüben willst sondern stattdessen stelle dir lieber folgende Fragen:

  • Warum bin ich hier auf der Welt?
  • Was will ich in die Welt bringen?
  • Was für ein Wesen bin ich?
  • Wie bin ich?
  • Wer bin ich?

 

2. Du gibst noch nicht allen deinen Talenten den Raum sich in deinem Leben zu manifestieren

Vielbegabte Scanner bzw. Scanner-Persönlichkeiten haben gaaaaanz viele Talente und Fähigkeiten, die ALLE gesehen, angenommen, gelebt und geliebt werden wollen!

Solange es noch ungelebte Talente und Fähigkeiten in dir gibt, „sabotieren“ dich diese sozusagen aus dem Hinterhalt.

Wenn du z.B. sehr gerne singst, aber als Kind gehört hast, dass SINGEN etwas Sinnloses oder auch eine „brotlose Kunst“ ist und dass du deshalb SINGEN besser lassen solltest, dann hast du so eine ungesehene und ungeliebte Fähigkeit.

Oder wenn du z.B. sehr einfühlsam und sensibel bist, aber immer gehört hast: „Ein echter Indianer kennt keinen Schmerz!“ oder „Nur die Harten kommen durch!“, dann ist da ein Talent in dir, das „in den Schatten gedrängt wurde“. Und alles, was wir nicht beachten, annehmen und lieben, macht dir solange Probleme bis du es siehst, annimmst und liebst.

 

3. Du verstehst deine Karriere noch nicht als eine Abfolge von aufeinander folgenden Projekten

Ein weiterer Fehler, den du möglicherweise machst ist, dass du glaubst, dass du dich entscheiden musst. Dass du also nur entweder das eine oder das andere machen kannst und das ist jedoch völlig falsch!

Du kannst z.B. 3 Monate lang ein Buch schreiben und dann die nächsten 2 Monate eine Reise machen und im darauf folgenden Monat ein Seminar veranstalten.

Die Zeiten, in denen wir – seit der Schule bzw. Uni bis zur Rente – immer das Gleiche gemacht haben, sind vorbei. Heute dürfen sich deine Talente in Form von verschiedenen, zeitlich aufeinander folgenden Projekten manifestieren und ausleben. Du machst zuerst das eine und danach das andere. Und mit jedem Projekt lernst du dazu, wächst und kannst noch größere und aufregendere Projekte machen.

 

4. Du hast keine Lebensaufgabe, die das Dach für alle deine Projekte bildet

Obwohl du in deinem Leben laufend unterschiedliche, neue und aufregende Projekte startest, solltest du unbedingt ein gemeinsames „DACH“ über all‘ deinen Projekten haben, so etwas wie eine Vision. Ich nenne das die Lebensaufgabe.

Die Lebensaufgabe ist der Grund, warum du überhaupt hier auf die Erde gekommen bist. Deine Lebensaufgabe ist das „DACH“, quasi die Klammer um alle Dinge, die du in deinem Leben tust und alle Erfahrungen, die du machst.

Meine Lebensaufgabe ist es z.B. Frauen dabei zu unterstützen ihren rechtmäßigen Platz einzunehmen und in ihre volle Größe zu gehen. Diese Lebensaufgabe kann ich in hunderten unterschiedlichen Projekte umsetzen. Ich kann sie als Firmen-Trainerin, Unternehmensberaterin, Buch-Autorin, Business-Coach, Bloggerin, Online Unternehmerin und, und, und leben.

In diesen verschiedenen Projekten können sich Schritt-für-Schritt und nacheinander ALLE meine Talente manifestieren und austoben. Und mit jedem neuen Projekt haben sie sich weiterentwickelt und sich besser trainniert.

Und trotzdem verfolgen alle diese Projekte dasselbe Ziel und helfen dabei, meine Lebensaufgabe umzusetzen.

 

5. Du vertraust deinem Verstand und nicht deinem Herzen

Der letzte Grund, warum du möglicherweise als vielbegabte Scanner-Persönlichkeit bzw. Scanner noch nicht deine Berufung gefunden hast, ist, dass du zu sehr auf deinen Verstand und zu wenig auf dein Herz vertraust.

Die besten Entscheidungen treffen wir, wenn wir es schaffen, einen Weg zu gehen, der für unseren Verstand UND für unser Herz richtig ist. Leider sind wir alle so erzogen, dass nur der Verstand zählt und die Stimme des Herzens unterdrückt und ignoriert wird. Darum ist es so wichtig, wieder zu lernen auf das Herz zu hören und es bei allen Entscheidungen mitwirken zu lassen.

Denn eines steht fest: Dein Herz weiß, was deine Berufung ist! Auch wenn dein Verstand es vielleicht nicht glauben mag!

Ganz viel Freude beim Finden und Leben deiner Berufung als vielbegabte Scanner-Persönlichkeit!

Von Herzen,

Marastix

P.S.: Bitte teile diesen Artikel mit ALLEN deinen Bekannten und Freunden, die auch vielbegabte Scanner-Persönlichkeiten bzw. mit ihrer momentanen beruflichen Situation unzufrieden sind! Es gibt so viele da draußen! Das Wissen aus diesem Blog-Artikel und das sich-bewusst-machen kann Leben verändern!

Ich freue mich über deine Meinung!

14 Comments

  • Hallo Mara,

    ja, das stimmt. Es gibt immer noch mehr Menschen, die in „entweder-oder“ denken als in „sowohl-als-auch.“

    Es gibt immer einen Weg, mehrere Talente, Stärken und Vorlieben unter einen Hut zu bringen. Nur es dauert Wochen, Monate und manchmal Jahre bis diesen „Hut“ gefunden, unter den alles passt. Aber es gibt ihn! Für jeden!

    LG
    Christoph

  • Kathrin

    Reply Reply 16. Juni 2015

    Vielen Dank Mara, für den schönen Artikel.
    Ich habe mich mein bisheriges Leben im Kreis gedreht, bis ich irgendwann mal – rein zufällig ein Podcast-Interview, mit dir als Gast, über Scanner-Persönlichkeit gehört habe. Und was soll ich sagen, das hat mir die Augen geöffnet. Ich habe mich danach mehr mit dem Thema Scanner-Persönlichkeit beschäftigt und tatsächlich eine Erleuchtung gehabt :-) Ich bin ein Scanner :-)

  • Julia

    Reply Reply 16. Juni 2015

    Hey Mara,
    ich kenne deine Seite und deinen Podcast schon lange, aber ich glaube, ich habe hier noch nie kommentiert.

    Ich kann mich auch nie entscheiden, was ich nun werden will. Ich habe so viele Projekte, habe eigentlich Architektur studiert, gehe jetzt ins Schreiben und in die Grafik und habe nebenbei noch meine X Blogs zu verschiedenen Themen. Eines davon eben auch, was man als Architekt denn anderes machen kann, wenn einem die Architektur nicht gefällt … oder sie einem nicht reicht.

    Mir hat sie nicht gereicht, glaube ich. Nach einem Jahr habe ich mich total verstaubt im Kopf gefühlt, angefangen beim Pendeln dicke Sachbücher zu lesen um wieder Input zu bekommen. Inzwischen hatte ich sogar einen Burnout, der langsam abklingt, weil ich nach der Arbeit noch meine eigenen Projekte aufgezogen habe. Zwar werfen die (noch) kein Geld ab, aber ich bin jetzt so viel glücklicher, wenn ich mich mit meinen Projekten beschäftige anstatt nur der Architektur nach zu gehen und für geizige Familien kleine Einfamilienhäuser zu planen.

    Die Architektur war und ist mein Herzblut-Thema, aber man kann sie nicht zu einem kleinen von vielen Projekten machen. Sogar als freier Mitarbeiter soll man immer Vollzeit zur Verfügung stehen, was ja dann doch wieder allen anderen Projekten im Wege steht.
    Ich hoffe natürlich, irgendwann nochmal zur Architektur zurück zu finden, aber momentan schreibe ich nur über sie.

    LG
    Julia

  • Julia

    Reply Reply 16. Juni 2015

    Liebe Mara,

    ein wundervoller Artikel, der bestimmt viele Scanner da draußen anspricht.
    Ich selbst muss sagen, das der Weg des „suchen nach der Berufung“ einfach wunderbar ist. Man bekommt endlich die Möglichkeit sich so zu entfalten, wie man das schon immer wollte und sein wahres ich zu finden.

    Ich kann es nur jedem Empfehlen, sich zumindest einmal auf die Suche zu machen und nicht davor wegzulaufen.
    Als Scanner ist dieser Prozess des wachsen und sich selbst kennen lernen unbezahlbar!

    Ich selbst habe mich auch endlich Anfang des Jahres getraut auf die Suche nach meinem Warum zu gehen…natürlich ist das ein längerer Prozess, aber ich genieße jeden Tag :-)

    Viele bunte Grüße,
    Julia

  • Sebastian

    Reply Reply 16. Juni 2015

    Hey Mara,

    beim unkontrollierten Hämmern auf meine Tastatur bin ich irgendwie auf dieser Seite gelandet und Du hast mich gleich gefangen (und das obwohl ich ein Kerl bin und somit gar nicht Deiner Zielgruppe entspreche) 😉

    Barbara Sher habe ich schon von einiger Zeit gelesen, mich jedoch kaum weiter damit beschäftigt. Wie Du, bin ich ebenfalls ein Scanner, was ich vorher schon wusste, ohne diesen Begriff zu kennen.

    Ehrlich gesagt habe ich lange versucht, meine wahre Berufung zu unterdrücken und ein „normales“ Leben zu führen.

    In meinem Umfeld ernte ich eher Unverständnis, dass ich als gelernter Steuerfachmann und BWLer nun schon seit einiger Zeit Menschen mit einer Angststörung helfe, selbst wenn das mittlerweile sehr erfolgreich ist. Mit „erfolgreich“ meine ich vor allem auch, den Leuten wirklich zu helfen. Das ist ein tolles Gefühl.

    Es ist nicht immer leicht, gegen den Widerstand anderer seinen Weg zu gehen, wie Du vielleicht aus eigener Erfahrung weißt. Ich betrachte meine selbst durchlebte und inzwischen überwundene Angststörung heute als Wink mit dem Zaunpfahl, mein eigenes Leben zu leben und bin sogar dankbar dafür.

    Ich schweife gerade aus. Eigentlich wollte ich nur sagen, dass ich es toll finde, was Du machst. Ich werde immer mal wieder vorbeischauen! 😉

    Lieben Gruß.

    Sebastian Kraemer

  • Markus

    Reply Reply 22. Juni 2015

    hi Mara

    Wenn ich deine 5 Punkte lese, dann fühle ich mich stark angesprochen. Ob ich deswegen eine Scannerpersönlichkeit bin kann ich nicht sagen. Ich schliesse es zumindest nicht aus.

    Danke für den Beitrag. Habe nun Stoff zum nachdenken.

    LG
    Markus

  • Irmgard

    Reply Reply 25. Juni 2015

    ich finde mich ‚fast‘ wieder – ich würde es bei mir so beschreiben:
    ich kann vieles gut – aber nichts davon so richtig gut.
    Und dann fang ich manches gar nicht erst an.
    Ein bißchen Disziplin lässt mich einige Dinge konstant machen,
    aber dann kommt nach 10 Jahren irgendwie ein Wechsel…
    bisher war ich mit meinem Lebenserwerb immer zufrieden,
    seit diesem Jahr schleicht so aber so ein Gefühl
    von Unfreiheit ein…
    …und dieses Jahr möchte ich die ersten Schritte in eine neue Richtung wagen

  • Sam

    Reply Reply 29. Februar 2016

    Hallo,
    ich habe mir diesen Artikel nun schon ein zweites Mal durchgelesen und fühle mich in gewisser Weise auch angesprochen. Ich studiere derzeit im fünften Semester Geographie, habe zuvor zwei Semester etwas Künstlerisches studiert und strebe keinen Bachelorabschluss mehr an, suche jetzt nach etwas Strukturierterem, um eine klare Grenze zwischen Beruf (Pflicht) und Alltag (Interessen!) zu schaffen. Ich bin wahnsinnig undiszipliniert, befasse mich oft abwechselnd mit allen möglichen Themen. Ebenso gerne schreibe ich, meist fiktive Geschichten, und versuche, all meine Erlebnisse und persönlichen Eindrücke in diesen zu verarbeiten, diese auch miteinander zu verknüpfen. Ich mag Interdisziplinarität, bin allerdings kein absolutes Genie auf irgendeinem speziellen Gebiet, auch wenn ich mir der einen oder anderen Stärke durchaus im Klaren bin.

    Vielen Dank für den Beitrag,
    Sam

  • Dirk

    Reply Reply 7. Januar 2017

    Das tolle ist das Du mit deiner offenen und ehrlichen Art auch viele männliche Scanner ansprichst, da glaub ich diese gerade auch für deinen tollen Informationen offen sind. Ich danke Dir vielmals für diesen Artikel, ich habe gerade in den letzten Jahren ziemlich damit zu kämpfen gehabt. Ich konnte mich super in der Beschreibung wieder finden, da ich mich mit vielen unterschiedlichen Themen zu Persönlichkeitsentwicklung auseinander gesetzt habe, ist es besonders interessant. Die meisten Techniken gehen immer wieder darauf ein in einer einzelnen Sache Experte zu werden, was nahezu unmöglich ist.
    Lieben Dank dafür,
    Dirk.

  • Frank

    Reply Reply 13. März 2017

    Hallo Mara,

    ich bin heute auf deine Seite gestoßen, nachdem mich jemand auf den Begriff Scannerpersönlichkeit aufmerksam gemacht hat, den ich bislang noch nicht kannte. Dabei trifft das so sehr auf mich zu. Ich habe Ausbildungen als Bankkaufmann und Netzwerkadministrator, habe trotz fehlendem Abitur Theologie studiert, arbeite als Buchhalter, mache Musik, male und schreibe Kurzgeschichten, Interessiere mich kurz gesagt für alles, und zur Zeit liegen Bücher über Physik, Schach und Italienisch neben meinem Bett.

    Dein Artikel spricht mich enorm an. Eine übergeordnete Vision. Das ist es, was mir fehlt, um diesen ganzen Wust an Interessen und Talenten zusammen zu fügen.

    Danke für deine Artikel. Es ist für mich so schwer, Verständnis zu finden für die Art, wie ich bin

    Gruß Frank

  • Solome

    Reply Reply 23. Juni 2017

    Hallo Mara,
    welche Erleichterung – ich bin vor 2 Tagen erst über den Begriff der Scanner-Persönlichkeit „gestolpert“, auf der Suche nach Artikeln über Hochsensible. Nach Jahrzehnten an Selbstzweifeln und mehreren Jahren Therapie, endlich eine (wenn auch virtuelle) „Herde“, der man sich zugehörig fühlt, denn ich habe in meinem Umfeld keine anderen Scanner-Menschen, das macht einsam. Ich erlebe es am laufenden Band, dass andere Menschen schnell „weg“ sind, vermutlich, weil überfordert?! Wie findet man als Scanner Freundschaften, die auch halten?

    Ein Zweites ist, dass einen die „äußeren Umstände“ oft in einen „Brot-Beruf“ zwingen. Finanzielle Sicherheit ist ja auch wichtig, gerade um die vielen unterschiedlichen Projekte finanzieren zu können.
    Zudem bin ich Mutter eines 5Jährigen Sohnes und für das Familieneinkommen zuständig.
    An dem täglichen Versuch, den Spagat zwischen familiärer Verpflichtung und dem Ideen-Pool in meinem Kopf zu schaffen, verzweifle ich regelmäßig, da hilft nur immer wieder mein Therapeut. Und – es tut enorm gut, diese Seite gefunden zu haben!
    Schön, dass es euch da draußen gibt!
    Herzlichst – Solome

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