Die 3 Typen von Neinsagern und wie du sie zum Schweigen bringst

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Gastartikel von Melina Royer

Bist du gerade dabei, deine Ziele zu verwirklichen und deinen eigenen Weg zu gehen? Na dann wirst du sicherlich bald eine ganz besondere Spezies von Mensch kennenlernen. Nämlich die, die alles schlecht redet und dich zutiefst verunsichert. Die es „ja nur gut mit dir meinen“ und glauben, dass ihre demotivierenden Äußerungen konstruktive Kritik seien. Aber unterschwellig stellen sie deine Kompetenz infrage und sorgen dafür, dass du wieder mit deinen negativen Glaubenssätzen zu kämpfen hast. Kennst du solche Menschen?

Ich rede von den Neinsagern. Es gibt sie überall und früher oder später werden sie auch dich finden! Aber das macht nichts, denn ab heute bist du vorgewarnt und weißt, wie du mit ihnen umgehen kannst.

Bisher habe ich drei solcher Typen identifizieren können. Hier sind sie:

 

Neinsager Nummer 1: „Kann man davon leben?“

„Ja, wieso denn nicht? Man muss es nur richtig machen.“, sage ich dann freundlich und versuche, keinen vorwurfsvollen Unterton dabei zu haben. Die meisten Leute können es sich einfach nicht vorstellen, dass es außerhalb eines traditionellen Berufs auch noch andere Wege gibt, sein Geld zu verdienen. „Dieses Internet“ ist eben für viele ein Buch mit sieben Siegeln und wie man da auch noch seinen Lebensunterhalt verdienen soll, übersteigt ihren Horizont.

Aber das ist in Ordnung so. Genieß lieber deinen Status als Sonderling statt dich angegriffen zu fühlen.

Oder du sagst einfach: „Ich dachte am Anfang genauso wie du. Doch dann habe ich etwas Interessantes herausgefunden…“ Damit stellst du die auf eine Stufe mit dem vermeintlichen Provokateur und zeigst sogar Verständnis. Das nimmt dem Gespräch sofort die Spannung und du meistens hast du dann seine Aufmerksamkeit sicher.

 

Neinsager Nummer 2: „Hast du das denn studiert?“

Mein Lieblingssatz. Klar, in good old Germany braucht man ja für alles ein Diplom. Und bitte arbeite dann bloß in dem Berufszweig, den du studiert hast! Von allen anderen Dingen kannst du ja schließlich gar keine Ahnung haben.

Ja, du merkst schon, das ist ein Reizthema, bei dem ich leicht zynisch werden kann. Dieser Einwand ist natürlich Unsinn. Um einen Blog zu starten, muss ich nicht Journalismus studiert haben und um ein guter Online Marketer zu sein, brauche ich auch kein Marketing Studium. So einfach ist das. Alles, was ich kann und was ich weiß, habe ich in Kursen, Fortbildungen und – natürlich – der Praxis selbst gelernt. Man ist permanent in der Verantwortung, sich weiterzubilden, da reicht ein Studium allein ohnehin nicht aus.

Also hab keine Angst vor Leuten, die dir weißmachen wollen, dass du dich nur mit einem Business selbstständig machen kannst, wenn du das passende Fach dazu studiert hast. Das ist gut, aber nicht notwendig. Und es sollte auf keinen Fall darüber bestimmen, ob du deinen Traum verwirklichen kannst!

Wenn Leute deine Kompetenzen in Frage stellen, solltest du einfach darüber hinweggehen. Du musst dir nicht alles gefallen lassen, aber meistens lohnt es sich nicht, eine Diskussion mit ihnen vom Zaun zu brechen.

Deine Leidenschaft für die Sache ist mindestens genauso wichtig wie die ganze fachliche Expertise. Denn deine Leidenschaft ist es, die dich antreibt, immer besser zu werden und jeden Tag mit dem Gedanken aufzuwachen, dass du tun kannst, was du wirklich liebst.

 Vergiss das nie!

 

Neinsager Nummer 3: „Und was machst du, wenn das nicht funktioniert?“

Diese Frage finde ich besonders verletzend. Besonders, wenn sie von Verwandten oder Kollegen kommt. Da ist man voller Energie, will endlich loslegen und alles, was man gelernt hat in die Tat umsetzen – und dann kommt so ein Satz, der einen richtig ausbremst und runterzieht.

Das muss aber nicht so sein. Ich sage dann z. B.: „Ich werde dafür sorgen, dass es funktioniert. Es ist mein Business und ich bin dafür verantwortlich, dass es läuft.“

Diesen Punkt lassen die meisten außer Acht. Das ist aber nicht böse gemeint. Sie machen sich wahrscheinlich wirklich nur Sorgen und merken nicht, wie sie dich dabei behindern, deine Ziele zu erreichen. Vielleicht denken sie so, weil sie angestellt sind und es sich deshalb nicht vorstellen können, selbst für Erfolg oder Scheitern eines Projekts verantwortlich zu sein. Sie bekommen ihr Gehalt am Ende des Monats, egal wie gut einzelne Projekte liefen. Deswegen zeig ihnen, dass es auch anders geht!

Dein Business wird laufen, denn du wirst schließlich alles notwendige dafür tun! Alles andere ist keine Option für dich.

P.S.: Wenn eine Idee wirklich nicht funktioniert, dann wirst du es sehr schnell merken. Aber es gar nicht erst zu versuchen, zählt nicht!

 

Jetzt erst recht!

Diese oben genannten Einwände musste ich mir schon sehr oft anhören. Alle drei sind sehr destruktiv und manchmal auch verletzend. Und offen gesagt: Ich stehe wirklich nicht jedes Mal über den Dingen und lasse alles an mir abprallen. Ich versuche mir nichts anmerken zu lassen und versuche das Thema zu wechseln. Aber die Worte hallen oft noch nach.

Manchmal feuern mich solche Aussagen aber auch richtig an.

Dann denke ich: „Jetzt erst recht!“ Dann kommt das Kampfschwein in mir durch, das den anderen „da draußen“ zeigen will, wie es geht.

Schlussendlich habe ich aber einfach die Erfahrung gemacht, dass die meisten Leute gar nicht merken, was sie da gerade sagen. Bzw. sie können sich in den meisten Fällen einfach nicht vorstellen, dass es eine andere Welt da draußen gibt, die sie nicht kennen und in der man auch erfolgreich sein kann. Wenn ich das im Hinterkopf behalte, fällt es mir auch leichter solche Einwände von Neinsagern zu ignorieren und positiv zu bleiben. Deswegen mag ich auch diesen Artikel von Mara so gern, weil sie hier zeigt, wie du Geduld und Selbstbewusstsein entwickelst, um deine Ziele wirklich zu erreichen.

 

Über Melina Royer

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Melina ist Creative Director und inzwischen seit 1,5 Jahren selbstständig. Selbstständig und vor allem: glücklich! Auf ihrem Blog www.vanilla-mind.de und in ihrem kostenlosen E-Book teilt sie sie ihre Geheimnisse für positives Denken und selbstbewusstes Auftreten mit anderen Selbstständigen.

Ich freue mich über deine Meinung!

16 Comments

  • Linda

    Reply Reply 12. Juli 2015

    Hallo Melanie,
    ein schöner Artikel :)
    Ich kenne solche Situationen auch, mittlerweile gelingt es mir aber immer besser, damit umzugehen.
    Mir hilft in solchen Situationen immer der Satz „Ich muss nicht rechtfertigen, was ich liebe“, den ich irgendwo (hier?) aufgeschnappt habe.
    Wenn es MIR gut tut, Spaß macht und ich niemanden damit schade, kann es anderen egal sein, was ich mache :)

    Lieben Gruß
    Linda

    • Melina

      Reply Reply 12. Juli 2015

      Hi Linda,
      dankeschön! Ja, du hast recht, man möchte sich immer rechtfertigen, aber das muss man absolut nicht! Ich habe da manchmal noch so meine Schwierigkeiten, aber es wird immer besser. :)
      Liebe Grüße!
      Melina

  • leni

    Reply Reply 13. Juli 2015

    jenachdem, wer fragt, antworte ich auf die 3 schon mal gerne: „ich hatte überlegt, dann mit dem strippen anzufangen! noch bin ich ja jung und knackig“
    das mag irgendwie kindisch sein, vor allen dingen, weil den meisten ja gar nicht bewusst ist, was sie damit so „anrichten“… aber mir hilft so ein sarkasmus irgendwie dabei, dieses hinterfragen nicht so an mich ranzulassen :)

    • Melina

      Reply Reply 14. Juli 2015

      Hahaha, herrlich! Ja, sowas würde ich auch manchmal gern sagen, aber ich vermute auch, dass ich es dann nur schlimmer mache. 😉

  • Jana

    Reply Reply 13. Juli 2015

    Hi Melina,

    ein sehr schöner Artikel. Ich kenne solche Fragen auch. Die schlimmste Frage war die nach dem Zeitpunkt. Wie viele Monate ich mir quasi gebe, bis ich aufgebe. Ohne Worte.

    LG Jana

    • Melina

      Reply Reply 14. Juli 2015

      Oh wow, das ist wirklich sehr gemein! Jemand, der so negativ ist, hat bestimmt selbst eine Menge Probleme. :( Lass dich davon nicht runterziehen, da ist bestimmt jemand sehr unzufrieden mit seinem eigenen Leben!
      Liebe Grüße :)

  • Steph

    Reply Reply 13. Juli 2015

    Wie gewohnt toll geschriebener Artikel. Ich will mir langfristig auch parallel mit meinem Blog etwas aufbauen und es gibt echt viele, die einen Bremsen „Davon kann man doch nicht leben“. Doch kann man vielleicht irgendwann und genau EUCH werde ich es zeigen! Danke für die Inspiration :)
    LG Steph

    • Melina

      Reply Reply 14. Juli 2015

      Hey Steph,
      lustig, dass du auch so tickst. 😉 Ich frage mich auch immer in so einer Situation: „Wer genau versucht mich da eigentlich zu bremsen?“ Meistens lautet die Antwort: jemand, der selbst keine Ahnung hat. Also ignorieren und weitermachen! :)
      Liebe Grüße,
      Melina

  • Claudia

    Reply Reply 14. Juli 2015

    ich hätte noch einen 4. Punkt hinzuzufügen: nachdem ich meinem Lebensgefährten voller Stolz erzählt hatte, dass ich jetzt gerade selbst meine Website erstellt habe, hat er mich einfach nur ausgelacht und stehen gelassen ..schlimmer als doofe Fragen von Angsthasen oder Besserwissern ….ABER… jetzt erst recht !!!!

    • Melina

      Reply Reply 14. Juli 2015

      Das ist wirklich verletzend. Toll, dass du nicht aufgibst und weitermachst!
      Alles Liebe,
      Melina

  • Jenny

    Reply Reply 15. Juli 2015

    Danke für den grossartigen Artikel, der in mir ein echt angenehmes Gefühl von ‚Verstanden werden‘ hervorgerufen hat – tut das gut ! Ich kenne diese vermeintlichen Miesmacher-Äusserungen zu gut. Leider kommen sie alle direkt und manchmal so oder so verpackt von meinem Lebensgefährten :-(. Ich weiss daß er’s nicht böse meint und einfach in seiner Situation und aus seiner eigenen Sicht heraus wahrscheinlich nicht anders kann, als alles was ich Unkonventionelles mache (und das ist einiges- ich bin sozusagen ne grosse Pippi Langstrumpf;) – und ich LIEBE es, crazy zu sein und anders zu denken) in Frage zu stellen und anzuzweifeln. Dennoch – das von dem Menschen immer wieder zu hören, den man mit am meisten liebt und der einem so nah steht- das tut schon oft weh .. oder macht mich wütend .. oder bringt mich zum Verzweifeln .. wie schön wäre es, genau hier liebevolle Worte, Begeisterung und Unterstützung zu bekommen?.. Ich versuche seit neustem das beste draus zu machen, und die Energie, die in mir entsteht bei diesen ‚Arschengel-Äusserungen‘, in etwas positives umzuwandeln. Anstatt mich vor Ärger und Verletzung in Rechtfertigungen und Erklärungsdiskussionen zu verstricken, nutze ich die aufsteigende Energie, um mich bewusst zu distanzieren und irgendwas positives (zB. schreiben, mich wunderhübsch herrichten und tanzen gehen, toll für mich kochen, grosse Visionen träumen und gleich einen ersten Schritt tun,..) für mich zu tun, das mir sofort Freude bringt und wieder ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Wenn ‚Arschengel‘ und Nörgler bei uns zuhause wohnen, ist es wichtig, damit umgehen zu können. Dann kann diese Herausforderung eine grosse Chance für uns sein, uns stark zu machen für UNSERE SACHE. Ansonsten können sie mit der Zeit wahre Energieräuber werden. Und das finde ich ziemlich gefährlich. Wünsch uns allen die Power für uns und unsre Träume/Wünsche/Visionen einzustehen und vorwärtszugehen !! <3

    • Melina

      Reply Reply 20. Juli 2015

      Hallo Jenny,
      ich würde das mal zu einer passenden Gelegenheit ansprechen. Wenn er es wirklich nicht so meint, wird er sich sicher bemühen, dich in Zukunft nicht mehr mit solchen Bemerkungen zu verletzen. So etwas kann mehr an einem nagen, als man denkt. Oder sag zu ihm: „So what, wenns nicht klappt, bin ich um eine wichtige Erfahrung reicher!“ Immer auf die Bremse treten raubt einem so viele spannende Möglichkeiten! Wünsche dir das gleiche, du scheinst eine echte Powerfrau zu sein! :)
      Liebe Grüße!

  • Liebe Melina, l

    Vielen Dank für diese erfrischenden Zeilen. Was mir besonders gefällt ist, dass du immer noch einen „aufwärtsziehenden“ und echt umsetzbaren Tipp gibst, wie man mit solchen „Kritikern“ umgehen kann.

    Wenn ich meine letzten 9 Jahre Selbständigkeit reflektiere, realisiere ich, dass ich zwar auch oft tough und verständnisvoll reagiert habe. Trotzdem ist jeweils etwas von diesen negativen „Beschwörungen“ in mir hängen geblieben. Unbewusst, weisst du, was ich meine?

    Hast du einen Tipp, wie man mit solchen Aspekten umgehen kann – zumal sie sich vielleicht unbewusst in uns „einfressen“?

    Danke nochmals für diesen motivierenden Artikel. Danke auch dir, Mara!

    Herzlich, Chantal

    • Melina

      Reply Reply 20. Juli 2015

      Hallo Chantal,
      das ist eine sehr gute Frage. Wenn ich mal von mir selbst ausgehe: ja, ich habe im tiefsten Unterbewusstsein auch immer noch die eine oder andere Blockade, wo ich denke: „Die anderen sind, besser, weil sie es studiert haben.“ Das kommt immer mal wieder hoch, so richtig los komme ich nicht von diesen Gedanken.
      Aber sobald ich es merke, arbeite ich sofort daran, sie zu vertreiben. Die sind nur in meinem eigenen Kopf, aber meistens denken andere gar nicht so von mir. Einzelne Personen, die wirklich solche Dinge zu mir sagen, versuche ich nicht wichtig zu nehmen. Meistens projizieren Menschen nur ihre eigene Unzufriedenheit auf andere. 😉
      Liebe Grüße

  • Jana

    Reply Reply 16. Juli 2015

    Hallo liebe Melina,

    Eine tolle Seite mit Klasse Blogs. Ich bin selbst über 10 Jahre Selbststandig und kenne genau das was Du schreibst von A-Z.
    Als ebenso an sich schüchterne Person, habe ich mich wie Du diesen Herausforderungen zu stellen, um meine Ziele / Wege zu erreichen. Ich mag Deinen ehrlichen Schreibstil. Top ! Einfach weiter so. Wenn ich Durchhänger habe, haben mir bisher immer gute Bücher zum Thema geholfen. 😉 So dass sich daraus ein weiterer Berufszweig entwickelte an dem ich jetzt arbeite und dadurch auf Deinen Blog kam.
    Es gibt eben keine Zufälle im Leben.
    Danke für Deine tollen Blogs.

    Herzlichst Jana

    • Melina

      Reply Reply 20. Juli 2015

      Hallo Jana,
      vielen Dank für deine lieben Worte!
      Ich kann dich gut verstehen, was das Thema Schüchternheit angeht. Alles Liebe für dich! :)

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